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PV-Wissen · Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit: So rechnen Sie Ihre PV-Anlage richtig

Ertrag, Eigenverbrauch, Strompreis und Steuern: die vier Größen, die über Ihre Ersparnis entscheiden. Mit nachvollziehbarer Beispielrechnung.

Kurz gesagt: Im Beispiel rechnet sich eine 10-kWp-Anlage ohne Speicher nach rund 9 Jahren. Entscheidend ist der Eigenverbrauch, nicht die Einspeisevergütung. Kleine Anlagen bis 30 kWp sind steuerlich begünstigt (einkommensteuerfrei, 0 % Umsatzsteuer beim Kauf).

Vier Stellschrauben bestimmen Ihre Rechnung

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Ertrag

Wie viel Strom die Anlage pro Jahr erzeugt. Abhängig von Größe, Ausrichtung, Standort und Verschattung.

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Eigenverbrauch

Der Anteil, den Sie selbst nutzen. Jede selbst genutzte kWh spart den teuren Strombezug.

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Strompreis

Je höher Ihr Bezugspreis, desto mehr bringt jede selbst verbrauchte kWh.

🧾
Investition

Anlage, Speicher, Installation, ggf. Zählerschrank und Gerüst. Entscheidend ist der Gesamtpreis, nicht nur der Modulpreis.

Amortisations-Rechner

Einfache Modellrechnung: Moduleralterung 0,4 % pro Jahr, Vergütung konstant, ohne Wechselrichtertausch und Finanzierung. Alle Eingaben sind Annahmen, keine Prognose oder Zusage.

Wie viel Strom erzeugt eine Anlage?

Als Richtwert gilt in Deutschland ein Jahresertrag von etwa 850 bis 1.050 kWh pro kWp, je nach Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Eine Anlage mit 10 kWp liefert damit rund 8.500 bis 10.500 kWh im Jahr. Die Erzeugung schwankt stark mit den Jahreszeiten: Der größte Teil entsteht zwischen April und September.

Wichtig: Ertragsprognosen sind Erwartungswerte. Wetter schwankt von Jahr zu Jahr, deshalb sollte eine seriöse Prognose immer als Spanne und nie als Garantie dargestellt werden.

Eigenverbrauch statt Einspeisung

Strom aus dem Netz kostet Sie heute deutlich mehr, als Sie für eingespeisten Solarstrom bekommen. Genau deshalb lohnt es sich, möglichst viel selbst zu nutzen. Die Einspeisevergütung liegt für kleine Anlagen mit Überschusseinspeisung derzeit bei grob 7 bis 8 Cent pro kWh und sinkt für neue Anlagen in regelmäßigen Abständen. Den aktuell gültigen Satz für Ihr Inbetriebnahmedatum finden Sie bei der Bundesnetzagentur.

KonstellationTypischer Eigenverbrauchsanteil
Ohne Speicheretwa 25 bis 35 %
Mit Speicheretwa 55 bis 80 %
Mit Speicher plus E-Auto oder Wärmepumpekann weiter steigen, je nach Nutzungsprofil

Richtwerte. Ihr Wert hängt vor allem davon ab, wann Sie Strom verbrauchen. Wer tagsüber zu Hause ist oder ein E-Auto mittags lädt, kommt höher.

Eigenverbrauch oder Volleinspeisung? Bei Volleinspeisung ist die Vergütung höher, dafür nutzen Sie nichts selbst. Das kann bei sehr geringem Eigenbedarf oder sehr großen Dachflächen sinnvoll sein. Ein Wechsel ist nur zum Jahreswechsel möglich.

Was bedeutet das für Ihr Dach?Wenige Fragen beantworten und sofort eine erste Einschätzung erhalten. Kostenlos und unverbindlich.
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Beispielrechnung

Die folgende Rechnung zeigt das Prinzip. Die Annahmen sind bewusst einfach gehalten und keine Zusage: Ihre tatsächlichen Werte hängen von Dach, Verbrauch, Tarif und Angebot ab.

A: ohne SpeicherB: mit 10-kWh-Speicher
Anlagengröße10 kWp10 kWp
Jahreserzeugung (Annahme)9.500 kWh9.500 kWh
Eigenverbrauchsanteil (Annahme)35 % = 3.325 kWh70 % = 6.650 kWh
Ersparnis beim Strombezug (32 ct/kWh)1.064 €2.128 €
Einspeisung (7,8 ct/kWh)6.175 kWh = 482 €2.850 kWh = 222 €
Nutzen pro Jahrca. 1.546 €ca. 2.350 €
Investition (Annahme)14.000 €21.500 €
Einfache Amortisationca. 9 Jahreca. 9 Jahre
Ehrliche Einordnung: Der Speicher steigert den Nutzen deutlich, rechnet sich in diesem Beispiel aber nicht schneller als die Anlage selbst. Sein Mehrwert liegt zusätzlich in Unabhängigkeit, Notstromoption und Schutz vor künftigen Strompreissteigerungen. Nicht enthalten sind Strompreisentwicklung, Wartung, Versicherung, Alterung der Module und ein späterer Wechselrichtertausch.

Wie sich die Zahlen für Ihren Haushalt verändern, sehen Sie im Ertragsrechner oder mit Ihren echten Daten im kostenlosen Anlagen-Check.

Steuern: was für Privatanlagen gilt

  • Einkommensteuer: Einnahmen aus kleinen PV-Anlagen sind nach § 3 Nr. 72 EStG steuerfrei. Das gilt für Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern und bis 15 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit bei Mehrfamilien- und Mischgebäuden, insgesamt höchstens 100 kWp je steuerpflichtiger Person.
  • Umsatzsteuer: Für Lieferung und Installation bestimmter PV-Anlagen gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG, es fallen also 0 % Umsatzsteuer an. Details finden Sie auf unserer Seite Nullsteuersatz Photovoltaik.

Hinweis: Das ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung. Ob die Regelungen in Ihrem Fall gelten, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater oder dem Finanzamt.

Was die Rechnung verändern kann

Strompreis steigt

Jede selbst genutzte kWh wird wertvoller. Das verbessert die Rechnung, ist aber nicht planbar.

Dynamischer Tarif

Mit Speicher und Smart Meter können Sie günstige Börsenstrom-Zeiten nutzen. Chancen und Preisrisiko prüfen.

E-Auto & Wärmepumpe

Mehr Verbrauch, der sich mit eigenem Solarstrom decken lässt. Hebt den Eigenverbrauch.

Laufende Kosten

Versicherung, Zählergebühren, Wartung und der spätere Wechselrichtertausch gehören in jede ehrliche Rechnung.

Finanzierung: Eine Anlage lässt sich aus Eigenmitteln oder über eine Bankfinanzierung bezahlen. Bei Miet- und Pachtmodellen sollten Sie immer die Gesamtkosten über die gesamte Laufzeit mit dem Kauf vergleichen.

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Häufige Fragen zu diesem Thema

Wie berechne ich die Amortisation?

Investition geteilt durch den jährlichen Nutzen. Der Nutzen ist die Ersparnis beim Strombezug plus Einspeisevergütung minus laufende Kosten.

Lohnt sich Volleinspeisung?

Nur in besonderen Fällen, etwa bei sehr geringem Eigenverbrauch oder großen Dachflächen. Meist ist Eigenverbrauch wirtschaftlicher.

Was passiert nach 20 Jahren Einspeisevergütung?

Die Vergütung läuft aus. Sie können den Strom weiter selbst nutzen und für Überschüsse Anschlussmodelle wie die Direktvermarktung prüfen. Rechnen Sie konservativ.

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Alle Angaben sind allgemeine Informationen mit Stand Oktober 2026 und ersetzen keine individuelle Planung, Rechts- oder Steuerberatung. Rechtliche Vorgaben und Fördersätze ändern sich, prüfen Sie im Einzelfall die aktuelle Fassung.

Tom Tischer-Robbers
Tom Tischer-Robbers, Geschäftsführer AceFlex GmbH
Elektroniker für Betriebstechnik, B.Sc. Betriebswirtschaft. Inhalte zuletzt geprüft im Oktober 2026.
AceFlex GmbH 2357 Bewertungen auf ProvenExpert.com

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