Der Primärenergieverbrauch (PEV) in Deutschland hat seit den 1990er Jahren eine rückläufige Entwicklung verzeichnet. Bis auf Erdgas zeigt sich ein rückläufiger Trend bei allen konventionellen Primärenergieträgern. Gleichzeitig gewinnen erneuerbare Energien an Bedeutung, mit einem besonders deutlichen Anstieg seit dem Jahr 2000.
Inhaltsverzeichnis
Primärenergieverbrauch: Definition und komplexe Einflussfaktoren
Der Primärenergieverbrauch bezieht sich auf den Energiegehalt aller im Inland genutzten Energieträger. Diese umfassen Primärenergieträger wie Braun- und Steinkohle, Mineralöl oder Erdgas, die direkt genutzt oder in Sekundärenergieträger wie Kohlebriketts, Kraftstoffe, Strom oder Fernwärme umgewandelt werden.
Die Berechnung erfolgt durch die Summe der im Inland gewonnenen Energieträger, unter Berücksichtigung des Imports/Exports und der Bestandsveränderungen abzüglich der auf Hochsee gebunkerten Vorräte.
Statistisch wird der PEV über das Wirkungsgradprinzip ermittelt, wobei die Einsatzmengen der verbrannten Energieträger mit ihrem Heizwert multipliziert werden. Diese Methode führt jedoch zu Verzerrungen bei der Betrachtung der Trends im Zusammenhang mit der Energiewende, da erneuerbare Energien durch internationale Festlegungen niedriger bewertet werden.
Die größten Einflussfaktoren auf den PEV sind:
- wirtschaftliche Konjunktur
- Rohstoffpreise
- technische Entwicklungen und
- Witterungsverhältnisse, die den Bedarf an Raumwärme beeinflussen.
Wie hängen der Primärenergieverbrauch & Photovoltaik zusammen?
Der Primärenergieverbrauch und Photovoltaik stehen in einem komplexen Zusammenhang, der von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Hier sind einige wichtige Aspekte, die ihre Verbindung erklären:
Reduzierung des Primärenergieverbrauchs durch Photovoltaik:
Photovoltaik, als erneuerbare Energiequelle, trägt zur Reduzierung des Primärenergieverbrauchs bei. Durch die Nutzung von Solarenergie zur Stromerzeugung kann ein Teil des Bedarfs gedeckt werden, ohne auf konventionelle Primärenergieträger zurückzugreifen.
Erneuerbare Energie im Energiemix:
Die Integration von Photovoltaik in den Energiemix trägt dazu bei, den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtprimärenergieverbrauch zu erhöhen. Dies ist entscheidend für den Übergang zu nachhaltigeren Energiequellen und die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch: Primärenergieverbrauch in Deutschland 2023
Zum Abschluss des Jahres präsentiert die AG Energiebilanzen ihre Prognose zum deutschen Primärenergieverbrauch 2023. Mit einem “historischen Tief” von 10.791 Petajoule – einem Rückgang um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – zeigt sich, dass der Verbrauch aller fossilen Energieträger abnimmt. Gleichzeitig verzeichnen erneuerbare Energien einen Anstieg um 2,3 Prozent.
Ursachen des Rückgangs: Historisches Tief durch wirtschaftliche Faktoren
Die AG Energiebilanzen bezeichnet das Jahr 2023 als ein “historisches Tief“. Der Hauptgrund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr liegt in der abnehmenden wirtschaftlichen Leistung. Die etwas wärmere Witterung hatte nur einen geringen Einfluss. Lediglich der Zuzug von 1,35 Millionen Menschen führte zu einem Anstieg der Gesamtbevölkerung, was den Verbrauch leicht steigerte.
Detailanalyse der Energieträger: Rückläufige Trends bei fossilen Energieträgern
Im Jahr 2023 wurden 3.879 Petajoule an Mineralöl verbraucht, ein Rückgang von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Erdgasverbrauch sank um 4,3 Prozent auf 2.641 Petajoule. Auffällig ist der drastische Rückgang des Verbrauchs von Steinkohle um 16,9 Prozent und von Braunkohle um 21,9 Prozent. Die Stromerzeugung aus Braunkohle verringerte sich um rund 25 Prozent.
Positiver Trend: Erneuerbare Energien als Lichtblick
Einzig die erneuerbaren Energien verzeichnen einen Anstieg um 2,3 Prozent auf 2118 Petajoule. Ihr Anteil am Primärenergieverbrauch beträgt nun 19,6 Prozent, was einem Anstieg um 1,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Anstieg, kombiniert mit dem gesunkenen Gesamtverbrauch, führte zu einem Rückgang der energiebedingten CO₂-Emissionen um über zehn Prozent.
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen den fortschreitenden Wandel hin zu erneuerbaren Energien und zeigen die Erfolge bei der Reduzierung des Primärenergieverbrauchs sowie der CO₂-Emissionen.
Primärenergieverbrauch durch Photovoltaik senken: Auswirkungen auf den Stromsektor:
Der größte Einfluss der Photovoltaik auf den Primärenergieverbrauch ist im Stromsektor zu beobachten. Photovoltaikanlagen erzeugen elektrische Energie direkt aus Sonnenlicht und tragen somit zur Deckung des elektrischen Energiebedarfs bei. Durch den vermehrten Einsatz von Sonnenenergie kann der Bedarf an konventionellen Primärenergieträgern, wie Kohle, Erdgas oder Öl, in der Stromerzeugung verringert werden. Dies führt zu einer Gesamtreduzierung des Primärenergieverbrauchs.
Solarenergie: Effizienz und Technologiefortschritt:
Technologische Fortschritte in der Photovoltaik können die Effizienz der Energieumwandlung verbessern. Das bedeutet, dass mehr Strom aus der gleichen Menge Sonnenlicht erzeugt werden kann, was wiederum den Beitrag der Photovoltaik zum Primärenergieverbrauch optimiert.
Dezentrale Energieerzeugung und Primärenergieverbrauch senken:
Photovoltaikanlagen ermöglichen dezentrale Energieerzeugung, da sie oft auf Dächern von Gebäuden oder in kleinerem Maßstab installiert werden können. Dies trägt dazu bei, den Primärenergieverbrauch lokal zu decken und die Notwendigkeit von Energieübertragungsverlusten zu reduzieren.
Primärenergieverbrauch senken: Herausforderungen und Speicherlösungen:
Eine Herausforderung bei der Integration von Photovoltaik ist die intermittierende Natur der Solarenergie. Die Entwicklung von Speicherlösungen, wie Batteriespeichern, kann dazu beitragen, die kontinuierliche Verfügbarkeit von Solarenergie zu verbessern und somit den Beitrag zur Reduzierung des Primärenergieverbrauchs zu optimieren.
Entwicklung und Ziele des Primärenergieverbrauchs
Die Entwicklung des Primärenergieverbrauchs in Deutschland ist seit den 1990er Jahren rückläufig, was auf methodische Gründe im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien sowie Effizienzsteigerungen zurückzuführen ist. Doch das Energieeffizienzgesetz 2023 (EnEfG) legt fest, dass der PEV bis 2030 um 39,3 % unter dem Wert von 2008 liegen soll. Szenarioanalysen zeigen jedoch, dass zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, um die Klimaziele zu erreichen.
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Fazit: Primärenergiebedarf und Photovoltaik: So hängen sie zusammen









