Kann ich Photovoltaik in Blitzschutz einbinden?

Der Blitzschutz gehört zu den wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen rund um Ihre PV-Anlage. Und wenn Sie einen Akku nachrüsten, stellt sich sofort die Frage: Muss man diesen Speicher für Photovoltaik in Blitzschutz einbinden? Die Antwort lautet oft: Ja – denn Sicherheit, Funktionalität und Vorschriften hängen direkt davon ab. Und obwohl die Normen komplex wirken, lässt sich das System in den meisten Fällen problemlos nachrüsten.

 

Warum ist Blitzschutz bei Photovoltaik wichtig?

Ein direkter Blitzeinschlag kann enorme Schäden verursachen. Doch auch Überspannungen aus der Umgebung reichen aus, um Ihre Elektronik zu zerstören. Weil Speicher besonders empfindlich sind, sollten sie in das Blitzschutzkonzept integriert werden. Und nicht nur das: Auch Versicherungsgesellschaften verlangen dies in vielen Fällen, besonders bei größeren Anlagen.

Blitzschutz PV = äußerer und innerer Schutz

Blitzschutz besteht aus zwei Ebenen: dem äußeren Blitzschutz (Fangstangen, Ableitungen) und dem inneren Schutz, also Überspannungsableitern. Beide Systeme wirken zusammen, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben haben. Während der äußere Schutz den Blitzstrom gezielt in die Erde ableitet, schützt der innere Schutz Ihre Geräte vor gefährlichen Spannungsspitzen.

 

PV-Anlage, errichtet von der AceFlex GmbH
PV-Anlage, errichtet von der AceFlex GmbH

Photovoltaik in Blitzschutz einbinden – Muss ich den Speicher separat schützen?

Ja, denn Stromspeicher gelten als Teil des elektrischen Systems. Und sobald Sie Ihre PV-Anlage mit einem Speicher erweitern, entstehen neue Strompfade – und neue Risiken. Deshalb schreibt die Norm DIN VDE 0100-443 sowie -534 Überspannungsschutz vor, auch für nachgerüstete Speicher.

 

Welche Vorschriften gelten?

Die wichtigsten Normen lauten:

  • DIN VDE 0185-305 (für äußeren Blitzschutz)

  • DIN VDE 0100-443/-534 (für Überspannungsschutz)

  • DIN EN 62305 (für Blitzschutzsysteme)

Und auch wenn keine gesetzliche Pflicht für private Haushalte besteht, fordern viele Netzbetreiber und Versicherer einen normgerechten Schutz. Deshalb lohnt sich die Nachrüstung in jedem Fall, auch wenn Ihre Anlage kleiner ist.

Einspeisevergütung 2025 Tabelle Titel, Photovoltaik in Blitzschutz einbinden

 

Übersicht Blitzschutz bei PV-Speicher-Nachrüstung

Komponente

Schutzart

Norm / Vorschrift

Nachrüstpflicht

PV-Module Äußerer Blitzschutz DIN EN 62305 Empfohlen ab 10 kWp
Wechselrichter Überspannungsschutz Typ II DIN VDE 0100-443/-534 Ja, verpflichtend
Stromspeicher (z. B. BYD) Überspannungsschutz Typ II DIN VDE 0100-443/-534 Ja, bei Nachrüstung
Netzanschluss Überspannungsschutz Typ I oder II DIN VDE 0100-534 Ja

 

Was passiert ohne Blitzschutz?

Ohne Schutz kann schon eine Spannungsspitze von wenigen tausend Volt ausreichen, um Ihren Speicher dauerhaft zu beschädigen. Und weil moderne Systeme über das Smart Home, Internet oder sogar E-Mobilität vernetzt sind, greifen die Schäden oft auf weitere Komponenten über. Und obwohl nicht jeder Schaden sofort sichtbar ist, können spätere Ausfälle die Folge sein.

 

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Welche Ableiter braucht ein Speicher und wer darf ihn einbauen?

In der Regel kommen Überspannungsableiter vom Typ II zum Einsatz, weil sie sich zwischen die AC- oder DC-Leitungen und die Erdung schalten. Wenn Ihre Anlage über ein externes Blitzschutzsystem verfügt, kann auch ein Ableiter vom Typ I+II erforderlich sein. Und weil viele Speicher an die Hausverteilung angeschlossen werden, müssen auch dort passende Ableiter montiert sein.

Nur qualifizierte Elektrofachbetriebe dürfen den Blitz- und Überspannungsschutz installieren, denn die Montage erfordert tiefes Fachwissen. Zwar gibt es Sets für den Privatgebrauch, doch unsachgemäße Installationen gefährden Mensch und Technik. Und weil die Systeme oft tief im Zählerschrank integriert sind, kommt man ohne Fachkraft nicht weit.

 

Solarteur Titel, Photovoltaik in Blitzschutz einbinden

 

Photovoltaik in Blitzschutz einbinden – AceFlex ist für Sie da

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Fazit: Photovoltaik in Blitzschutz einbinden schützt Ihre Investition

Blitz- und Überspannungsschutz sind nicht nur Vorschrift, sondern sinnvoll. Sie verlängern die Lebensdauer Ihrer Anlage, sichern Ihre Technik – und beruhigen Ihr Gewissen. Deshalb lohnt es sich, auch den nachgerüsteten Speicher sorgfältig zu integrieren. Und obwohl viele Details zu beachten sind, kann ein Fachbetrieb wie AceFlex das schnell und sauber umsetzen.

 

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu: “Photovoltaik in Blitzschutz einbinden”

 

 

Ist ein Blitzableiter für Photovoltaikanlagen notwendig?

Ja, ein Blitzableiter ist notwendig, denn er schützt die Anlage vor direktem Einschlag. Außerdem verhindert er schwere Schäden an Modulen, Wechselrichter und Leitungen.

Wie schützt man eine Photovoltaikanlage vor Blitzschlag?

Man schützt die Anlage mit äußerem Blitzschutz und innerer Überspannungsableitung. Denn nur die Kombination aus beidem bietet zuverlässige Sicherheit.

Welcher Blitzschutz wird für Photovoltaikanlagen empfohlen?

Empfohlen wird ein vollständiges Blitzschutzsystem nach DIN EN 62305. Es umfasst Fangstangen, Erdung, Überspannungsschutz und Potenzialausgleich – und zwar abgestimmt auf die jeweilige Anlage.

Wie muss eine PV-Anlage geerdet sein?

Die PV-Anlage muss über den Fundamenterder oder Tiefenerder sicher mit der Erde verbunden werden. Dabei spielt auch der Potenzialausgleich eine wichtige Rolle, denn er gleicht Spannungsunterschiede aus.

Was passiert, wenn die PV-Anlage nicht geerdet ist?

Ohne Erdung steigt die Gefahr durch Blitzschlag oder Überspannung erheblich. Und es drohen sowohl Sachschäden als auch Sicherheitsrisiken für Menschen.

Welche Kabelgröße benötige ich zur Erdung von Solarmodulen?

Für die Erdung wird meist ein Kupferleiter mit mindestens 16 mm² empfohlen. Doch je nach Anlagengröße und Normen kann auch ein größerer Querschnitt nötig sein.

Welche zwei Möglichkeiten gibt es, ein Solarsystem zu erden?m

Man kann entweder eine direkte Erdung mit separatem Erdleiter wählen oder den Potenzialausgleich über den Schutzleiter nutzen. Beide Varianten müssen allerdings normgerecht ausgeführt sein.

Welcher Querschnitt Erdung PV?

Laut Norm ist ein Mindestquerschnitt von 16 mm² Kupfer oder 25 mm² Aluminium für den Erdleiter erforderlich. Dennoch sollte man sich am besten vom Elektrofachbetrieb beraten lassen, weil jedes System individuell ist.

Was ist die 120-Grad-Regel für Solarmodule?

Die 120-Grad-Regel beschreibt den optimalen Öffnungswinkel bei Aufständerung, damit sich keine Funken bei Blitzschlag zwischen den Modulen bilden. Und sie dient vor allem der Einhaltung von Mindestabständen im Blitzschutzkonzept.

Kann ein 120-W-Solarpanel einen Kühlschrank betreiben?

Ein 120-W-Panel reicht zumeist nicht aus, denn Kühlschränke benötigen kontinuierlich mehr Leistung – vor allem beim Anlaufen des Kompressors. Und bei schlechtem Wetter sinkt die Leistung des Panels zusätzlich stark.

Wie heiß werden Solarmodule auf der Rückseite?

Die Rückseite kann bis zu 70 °C heiß werden, insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung im Sommer. Und diese Hitze beeinflusst nicht nur den Wirkungsgrad, sondern auch die Lebensdauer.

Muss jede PV-Anlage einen äußeren Blitzschutz haben?

Nicht jede PV-Anlage braucht automatisch einen äußeren Blitzschutz, doch bei exponierten Lagen oder großen Dachflächen ist er dringend empfohlen. Denn ohne ihn steigt das Risiko für Totalausfälle bei einem Einschlag erheblich.

Was kostet ein vollständiges Blitzschutzsystem für Photovoltaik?

Die Kosten liegen in der Regel zwischen 1.000 und 3.000 Euro – je nach Anlagengröße, Gebäudetyp und Aufwand. Doch dieser Schutz zahlt sich langfristig aus, weil er teure Schäden verhindert.

Gibt es eine Pflicht für Blitzschutz bei PV auf dem Dach?

Ja, für viele Gebäude mit Blitzschutzpflicht (z. B. öffentliche Gebäude oder Industrieanlagen) gilt diese auch für PV-Anlagen. Und bei Wohnhäusern empfiehlt sich ein Schutzkonzept gemäß Gefährdungsanalyse nach DIN EN 62305.

Wie oft muss der Blitzschutz bei PV-Anlagen geprüft werden?

Die Prüfung sollte regelmäßig erfolgen – mindestens alle 4 Jahre, bei besonderen Gefahren sogar öfter. Denn nur so erkennt man frühzeitig Korrosion, lose Verbindungen oder Defekte.

Schützt ein Wechselrichter automatisch vor Überspannung?

Nein, der Wechselrichter braucht externe Überspannungsschutzgeräte, weil er intern oft keine ausreichende Schutzfunktion hat. Deshalb gehört er in ein abgestimmtes Blitz- und Überspannungsschutzkonzept eingebunden.

Welche Normen gelten für Blitzschutz bei Solaranlagen?

Die wichtigste Norm ist DIN EN 62305, ergänzt durch DIN VDE 0100-712 für elektrische Sicherheit. Und auch die VDE 0185 ist relevant, wenn es um den äußeren Blitzschutz geht.

Wie funktioniert der Potenzialausgleich bei Photovoltaik?

Alle leitfähigen Teile werden mit dem Erdungssystem verbunden, damit es keine gefährlichen Spannungsunterschiede gibt. Und so fließen Blitzströme oder Fehlerströme sicher zur Erde ab, ohne Schäden zu verursachen.

 

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