Solarzelle Aufbau – Smarte Technik für grünen Strom

Die Nutzung von Solarenergie hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen, und Solarzellen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Ihr Aufbau ist komplex, jedoch von grundlegender Bedeutung für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie. Wir als erfahrene Fachfirma kennen diesen genau und erläutern ihn für Sie in diesem Beitrag. Die AceFlex GmbH ist Ihr starker Ansprechpartner rund um das Thema Photovoltaik und den Solarzelle Aufbau.

 

 

Solarzelle Aufbau – so setzt sie sich zusammen

 

Absorptionsschicht: Photonen einfangen und Elektronen freisetzen

Eine Solarzelle besteht in der Regel aus mehreren Schichten, die sorgfältig aufeinander abgestimmt sind, um eine optimale Leistung zu erzielen. Der erste entscheidende Bestandteil ist die Absorptionsschicht, häufig aus Silizium gefertigt. Diese Schicht ist dafür verantwortlich, Photonen aus dem einfallenden Sonnenlicht zu absorbieren und Elektronen freizusetzen.

 

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Elektronenleiter und pn-Übergang: Gezielte Lenkung der freigesetzten Elektronen

Sobald die Photonen absorbiert wurden, setzt die Absorberschicht Elektronen in Bewegung, und diese Wanderung erfolgt in Richtung der Grenzfläche zwischen der Absorberschicht und der nächsten Schicht, der Elektronenleiter.

Die Elektronenleiterschicht übernimmt die Aufgabe, die freigesetzten Elektronen aufzunehmen und gezielt zu lenken. Gleichzeitig sorgt eine Schicht namens “pn-Übergang” dafür, dass ein elektrisches Feld entsteht, das sie in eine Richtung zwingt, wodurch ein Stromfluss erzeugt wird.

 

Solarzelle Aufbau: Kontaktschicht und Rekombination: Zusammentreffen und Lichtabgabe der Elektronen

Nachdem die Elektronen den Elektronenleiter passiert haben, gelangen sie zur Kontaktschicht, wo sie erneut auf solche treffen. In diesem Bereich erfolgt die Rekombination, bei der sie wieder mit Löchern verschmelzen und dabei Energie in Form von Licht abgeben.

 

Aufbau Solarzelle, Elektronen

 

Solarzelle Aufbau: Energiegewinnung im äußeren Stromkreis: Elektrische Energie für den Verbrauch

Die Kontaktschicht leitet die Elektronen dann weiter zum äußeren Stromkreis, wo sie als nutzbare elektrische Energie abgegriffen werden können.

 

Stromkreis

 

Solarzelle Aufbau: die Geschichte der Solarzellen

 

Die Geschichte der Solarzellen beginnt nicht erst in den letzten Jahrzehnten, sondern reicht zurück bis ins Jahr 1839. Die bahnbrechende Entdeckung des photoelektrischen Effekts durch den Physiker Alexandre Edmond Becquerel bildete den Grundstein für die Entwicklung der heutigen Photovoltaik-Technologie.

 

Die frühen Jahre: Entdeckung des photoelektrischen Effekts (1839-1905)

Während eines Experiments im Jahr 1839 stellte der Franzose Alexandre Edmond Becquerel fest, dass bei Lichteinfall mehr Strom floss als im Dunkeln. Dieses Phänomen, der sogenannte photoelektrische Effekt, wurde jedoch erst im Jahre 1905 von Albert Einstein erklärt, der dafür 1921 den Nobelpreis für Physik erhielt.

 

Die Geburt der Solarzelle: Erste Silizium-Solarzelle (1954)

Die theoretischen Grundlagen waren gelegt, doch die erste Silizium-Solarzelle wurde erst 1954 von den Bell Laboratories, der Forschungsabteilung des Telefonanbieters AT&T, vorgestellt. Ihr bescheidener Wirkungsgrad betrug zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 4 %.

 

Gut zu wissen: Der Wirkungsgrad einer Solarzelle gibt an, welcher Anteil der eingestrahlten Lichtenergie in elektrischen Strom gewandelt wird.

 

Die Raumfahrt als Treiber der Solarzellentechnologie (1954-2022)

Die Raumfahrtindustrie trieb die Weiterentwicklung der Solarzellen voran, da im Weltraum keine Steckdosen existieren. Zudem machte die Unabhängigkeit von einer Stromquelle die Solarzellen zur idealen Lösung für die Energieversorgung von Sonden und Satelliten.

 

Solarzellen auf der Erde: Vom Taschenrechner zur Energiewende (ab den 1970er Jahren)

Die Solarzelle leistete nicht nur im Weltraum, sondern auch auf der Erde treue Dienste. Bereits in den 1970er Jahren fand sie Anwendung in kleinen elektronischen Geräten wie dem bekannten Taschenrechner mit Solarzellen.

 

Solarzelle Aufbau, Taschenrechner

 

Mit steigenden Wirkungsgraden entwickelte sich die Solarzelle zu einer Schlüsseltechnologie der Energiewende. Im Jahr 2022 zählte Deutschland allein 2,2 Millionen Solaranlagen, die im großen Maßstab Strom aus Sonnenlicht produzieren und so einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung leisten.

 

Solarzelle Aufbau im Fokus: die verschiedenen Arten

 

Die Nutzung von Solarenergie hat sich in den letzten Jahren rapide entwickelt, und dabei spielen verschiedene Arten von Solarzellen eine entscheidende Rolle. Neben den bekannten kristallinen Solarzellen gibt es weitere faszinierende Zelltypen, die jeweils spezifische Eigenschaften und Anwendungsbereiche aufweisen. Wir stellen diese im folgenden Absatz genauer vor und gehen unter anderem auf die jeweiligen Vorzüge ein.

 

Nachhaltig, grüner Strom

 

Monokristalline Solarzellen: Höchster Wirkungsgrad bei kostspieliger Herstellung

Ein prominenter Vertreter ist die monokristalline Solarzelle, die aus mono- oder einkristallinem Silizium besteht. Hierbei werden einkristalline Stäbe aus flüssigem Silizium gezogen und zu dünnen Scheiben gesägt, was die charakteristisch ebene und glatte Oberfläche hervorbringt. Mit einem Wirkungsgrad von 14 bis 18 Prozent gilt sie als äußerst effizient, allerdings geht dies mit höheren Herstellungskosten einher.

 

Unser Tipp: Monokristalline Solarzellen weisen den derzeit höchsten Wirkungsgrad auf, was sie zur idealen Wahl für effiziente Energiegewinnung machen.

 

Polykristalline Solarzellen: Kostengünstigere Alternative mit leicht niedrigerem Wirkungsgrad

Poly- oder multikristalline Solarzellen werden aus einer Silizium-Schmelze gegossen und in Blöcke zersägt, wodurch Wafer entstehen. Während der Erhärtung bilden sich große, uneinheitliche Kristalle, was der Solarzelle ihr charakteristisches blaues Glitzern verleiht. Mit einem Wirkungsgrad von 12 bis 16 Prozent sind polykristalline Module kostengünstiger in der Herstellung.

 

Dünnschichtzellen: Amorphe Solarzellen mit flexiblen Anwendungsmöglichkeiten

Eine weitere faszinierende Kategorie sind die Dünnschichtzellen, welche zu den amorphen, also nichtkristallinen Solarzellen gehören. Hier wird Silizium in dünnen Schichten auf Trägermaterialien wie Glas aufgedampft oder -gespritzt. Obwohl ihr Wirkungsgrad bei nur 5 bis 7 Prozent liegt, ermöglicht ihre Flexibilität verschiedene Anwendungen, von Kleingeräten bis hin zu biegsamen Solarmodulen.

 

Organische Solarzellen: Flexible Gestaltung für innovative Anwendungen

Organische Solarzellen bestehen aus Dünnschichtmodulen aus organischen Kunststoffen und können in beliebigen Formen hergestellt werden. Transparente Folien ermöglichen Anwendungen auf Outdoor-Bekleidung, Zelten, Fassaden, Fenstern und mehr. Trotz ihres noch niedrigen Wirkungsgrads können organische Solarzellen sogar bei schwacher Beleuchtung Energie liefern.

 

Weitere Formen zur Nutzung von Solarenergie: Vielfältige Anwendungen über die Stromerzeugung hinaus

Nicht nur die Stromerzeugung steht im Fokus. Solarthermieanlagen nutzen die Wärme der Sonne, um Wasser zu erwärmen und damit Duschen, Spülen oder Heizen zu ermöglichen. Ebenso ermöglicht die Speicherung von Solarstrom in Batterien oder Akkus eine effiziente Nutzung, selbst außerhalb der Sonnenstunden.

 

Unser Tipp: Für eine umfangreiche Beratung stehen wir Ihnen als kompetente und erfahrene Solarfirma zur Verfügung, die Ihnen bei der Auswahl der optimalen Solaranlage helfen kann.

 

Die Evolution der Solarzellentechnologie und ihre vielfältigen Anwendungsgebiete

 

Solarzellen haben sich von ihren Anfängen als schwere und starre Elemente zu hochflexiblen, hauchdünnen Strukturen weiterentwickelt. Dieser technologische Fortschritt ermöglicht heute eine breite Palette von Einsatzbereichen, von kleinen elektronischen Geräten bis hin zu gigantischen Solarkraftwerken in den Alpen.

 

Solarkraftwerke: Energieproduktion im großen Maßstab (seit den 1970er Jahren)

Der bedeutendste Einsatzbereich von Solarzellen ist zweifellos die Energieproduktion in Solarkraftwerken. Sowohl große Anlagen in den Schweizer Alpen als auch zahlreiche dezentrale Installationen auf privaten Hausdächern tragen dazu bei, Millionen Kilowattstunden Solarstrom zu erzeugen. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2022 über 60.000 Gigawattstunden Solarstrom produziert, was einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leistet.

 

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Aufbau Solarzellen für die Raumfahrt: unverzichtbare Energiequelle (seit den Anfängen der Raumfahrt)

 

In der Raumfahrt sind Solarzellen nach wie vor unverzichtbar, um Technologien im Weltraum mit Energie zu versorgen. Die Internationale Raumstation ISS ist mit einer beeindruckenden Fläche von 4500 m² an Solarzellen ausgestattet, die eine Leistung von 84 bis 120 kW erzeugen. Diese Energiemenge würde ausreichen, um etwa 300 2-Personen-Haushalte zu versorgen.

 

Kleinelektronik: Solarzellen für die autarke Energieversorgung kleiner Geräte (seit den 1970er Jahren)

Die Praktikabilität von Solarzellen zeigt sich besonders in der Kleinelektronik. Geräte wie Taschenrechner und Uhren erhalten zuverlässig Strom, ohne dass Stecker oder Batterien erforderlich sind. Alternativ können sie mit einem integrierten Akku betrieben werden, der bei Sonnenlicht automatisch aufgeladen wird.

 

Sonne

 

Autarke Versorgung: Solarzellen als Schlüssel zur Unabhängigkeit (seit den 1980er Jahren)

Die autarke Versorgung, besonders auf Booten oder in Wohnmobilen, ist ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich für Solarzellen. Denn in Kombination mit Stromspeichern erzeugen Solarpaneele ausreichend Energie, um elektrische Geräte wie Kühlschränke zu betreiben und ermöglichen so eine unabhängige Energieversorgung.

 

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Fazit: Eine nachhaltige Zukunft durch den cleveren Aufbau von Solarzellen

Zusammenfassend ist der Aufbau einer Solarzelle ein hochkomplexer Prozess. Die verschiedenen Schichten arbeiten in harmonischem Zusammenspiel, um aus Sonnenlicht saubere Energie zu generieren, und ermöglichen so eine nachhaltige Zukunft. Haben Sie dazu Fragen? Dann ist die AceFlex GmbH immer für Sie da und berät Sie unverbindlich und gratis zu allen Themen rund um die Photovoltaik.

 

FAQ

 

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Solarzelle Aufbau

 

Wie ist Solarzelle aufgebaut?

Eine Solarzelle besteht in der Regel aus mehreren Schichten, darunter die Absorptionsschicht, den Elektronenleiter, den pn-Übergang und die Kontaktschicht.

Was ist die Absorptionsschicht in einer Solarzelle?

Die Absorptionsschicht, oft aus Silizium, ist verantwortlich für die Absorption von Photonen aus Sonnenlicht und die Freisetzung von Elektronen.

Was ist die physikalische Funktion einer Solarzelle?

In einer Solarzelle wird ein Halbleitermaterial verwendet, da dieses bei Energiezufuhr eine verbesserte Leitfähigkeit aufweist. Durch Lichteinfall erhöht sich die Leitfähigkeit der Zelle, Elektronen setzen sich in Bewegung, und es entsteht elektrischer Strom.

Wie entsteht Spannung in einer Solarzelle?

Eine Solarzelle oder Photovoltaikzelle wandelt durch den photovoltaischen Effekt Sonnenenergie in Elektrizität um. Bei Beleuchtung der Vorderseite der Solarzelle entsteht eine elektrische Spannung zwischen der Vorder- und Rückseite der Zelle.

Warum funktionieren Solarzellen nur mit Sonnenlicht?

Solarzellen funktionieren ausschließlich mit Sonnenlicht, da der photovoltaische Effekt, der für die Umwandlung von Sonnenenergie in Strom verantwortlich ist, nur bei Lichteinfall wirksam ist. In der Nacht und im Schatten erzeugen Solarzellen keinen Strom.

Was unterscheidet ein Solarmodul von einer Solarzelle?

Eine Solarzelle bildet die kleinste Einheit innerhalb eines Solarmoduls. Denn ein solches besteht aus mehreren Solarzellen, und die Anzahl der Solarzellen innerhalb eines Moduls hängt von der Größe des Moduls ab.

Was ist der pn-Übergang in einer Solarzelle?

Der pn-Übergang ist eine Schicht, die ein elektrisches Feld erzeugt und die Elektronen in eine Richtung zwingt, was einen Stromfluss erzeugt.

Welche Funktion hat die Kontaktschicht in einer Solarzelle?

Die Kontaktschicht nimmt die Elektronen auf, nachdem sie den Elektronenleiter passiert haben, und leitet sie weiter zum äußeren Stromkreis.

Was ist der Wirkungsgrad einer Solarzelle?

Der Wirkungsgrad einer Solarzelle gibt an, welcher Anteil der einfallenden Lichtenergie in elektrischen Strom umgewandelt wird. Er wird in Prozent ausgedrückt.

Welche Arten von Solarzellen gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Solarzellen, darunter monokristalline, polykristalline, Dünnschicht- und organische Solarzellen, die jeweils unterschiedliche Herstellungs- und Leistungseigenschaften aufweisen.

Wie hat sich die Solarzellentechnologie im Laufe der Zeit entwickelt?

Die Solarzellentechnologie hat sich von den ersten Entdeckungen im 19. Jahrhundert bis zu den modernen, effizienten Solarzellen entwickelt, die heute in Solarkraftwerken und auf Hausdächern eingesetzt werden.

Welche Rolle spielen Solarzellen in der Raumfahrt?

Solarzellen sind in der Raumfahrt entscheidend, um Raumfahrzeuge und Satelliten mit unabhängiger Energie zu versorgen, da es im Weltraum keine herkömmlichen Stromquellen gibt.

Wie tragen Solarzellen zur nachhaltigen Energiegewinnung bei?

Solarzellen tragen zur nachhaltigen Energiegewinnung bei, indem sie Sonnenlicht in saubere elektrische Energie umwandeln, die in Solarkraftwerken und dezentralen Anlagen genutzt wird.

Wie erzeugt die Solarzelle einen Elektronenfluss?

Nach der Absorption von Photonen in der Absorptionsschicht setzt die Schicht Elektronen in Bewegung, und diese wandern in Richtung der Grenzfläche zum Elektronenleiter.

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